Die Malteser Pflasterstube Kaiserslautern ist eine Kooperation der Pfarrei Heiliger Martin Kaiserslautern mit dem Malteser Hilfsdienst e.V.

Unser Auftrag

Der Auftrag der Pfarrei ergibt sich aus dem Gebot Jesu "Liebe Gott von ganzem Herzen und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!". Der Schutzpatron der Pfarrei, Sankt Martin, lebte diesen Auftrag indem er Not sah und handelte.

Der Malteser Hilfsdienst hat seinen Auftrag von dem 900 Jahre alten Leitspruch des Malteserordens: "Den Glauben bezeugen und den Armen helfen."

Die Pfarrei Hl. Martin stellt dabei ihr Pfarrheim mit Pfarrsaal und Küche sowie Lagerräume und Pfarrwiese zur Verfügung. Ehrenamtliche der Pfarrei übernehmen regelmäßig das Kochen für einzelne Veranstaltungen. Außerdem veranstaltet die zur Pfarrei gehörende Gemeinde St. Martin in jedem Sommer ein Grillfest als Ort der Begegnung und des Feierns von Gemeindemitgliedern und Wohnungslosen.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. unterstützt die Pflasterstube vor allem mit Know How zur medizinischen und rechtlichen Betreuung von Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis. Hier hat der Malteser Hilfsdienst eine langjährige Erfahrung, siehe https://www.malteser.de/menschen-ohne-krankenversicherung.html →

Unsere Geschichte

Am 7. August 2012 veranstaltete die Gemeinde Sankt Martin ihr erstes Grillfest für Wohnungslose. Bei dieser Veranstaltung bat eine der Besucherinnen die anwesenden Sanitäter des Malteser Hilfsdienstes, ihr den Verband an ihrem Bein zu wechseln. Sie hatte sich bei einem Sturz verletzt.
Dieser Anlass regte Gemeindemitglieder und Pfarrer an, über eine medizinische Betreuung für Wohnungslose nachzudenken. Denn diese vernachlässigen kleinere Verletzungen aus Scheu, eine Arztpraxis aufzusuchen. Diese kleineren, unbehandelten Verletzungen entzünden sich aufgrund der hygienischen Verhältnisse häufig und werden zu größeren gesundheitlichen Problemen. Haben Wohnungslose Unfälle mit stärkeren Verletzungen, dann werden sie im Krankenhaus behandelt. Nach ihrer Entlassung unterlassen sie es aber oft, einen Arzt aufzusuchen, der ihnen Hautklammern entfernt oder die Wundheilung versorgt. Nicht zuletzt leben in Kaiserslautern auch Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung, die nur bei akuten, lebensbedrohlichen Krankheiten oder extremen Schmerzen im Krankenhaus behandelt werden. Da das Sozialamt die Aufenthaltsdaten dieser Personen an die Ausländerbehörde übermittelt, fürchten diese Menschen dann ihre Ausweisung.
Um diesen Menschen zu helfen, gründete Pfarrer Andreas Keller im Jahr 2013 die monatlichen Veranstaltungen der Pflasterstube, die im Dezember 2013 zum ersten Mal stattfand.
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"In deutschland fallen zunehmend mehr MenSchen
durch das Netz Medizinischer Versorgung."
Andreas Keller, pFarrer